Entzauberte Mythen: Irritationen machen uns kreativ

PremiumkolumneEntzauberte Mythen: Irritationen machen uns kreativ

27. Mai 2017
Kolumne

Menschen lieben klare Zusammenhänge. Dabei sind unerwartete Wendungen für das Gehirn viel reizvoller.

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Warum das Gehirn Abwechslung braucht.

Angeblich sind Daten die wichtigste Ressource des 21. Jahrhunderts. Per Big-Data-Analyse lassen sich wunderbar Muster finden. Diese Korrelationen sollen dabei helfen, mehr über unsere Gewohnheiten zu erfahren. Das kommt unserem Bedürfnis entgegen, Zusammenhänge herzustellen – selbst wenn die in Wahrheit gar nicht existieren. Dabei erfährt man bisweilen von kuriosen Statistiken. Beispielsweise korreliert der amerikanische Pro-Kopf-Verbrauch an Mozzarellakäse in den vergangenen Jahren wunderbar mit den dort verliehenen Doktortiteln in Ingenieurwissenschaften. Wohl dem, der den Unterschied kennt zwischen Korrelation, Kausalität und Koinzidenz.

Menschen sind Gewohnheitstiere. Ganze Geschäftsmodelle beruhen heutzutage auf der Annahme, dass man durch die Analyse großer Datenmengen etwas über das zukünftige Kundenverhalten auslesen kann. Manchmal ergibt das ja auch durchaus Sinn: Wer zur jetzigen Grillsaison im Supermarkt ein paar Steaks kauft, dem können die Geschäfte neben der Barbecuesauce auch noch Sonnencreme anbieten, damit die Kunden all das einreiben, was in der Hitze leicht verbrennt.

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