Börse Es geht runter. Aber auch wieder rauf.

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An der Börse erweisen sich Totgesagte oft nach einer Weile wieder als quicklebendig. Antizyklische Käufe lohnen – mit Ausnahmen.

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Übertreibungen gehören zum Börsenalltag. Das stimmt im Guten wie im Schlechten. Wenn es läuft, neigen Anleger dazu, den Trend fortzuschreiben. Geht es bergab, glauben viele an weitere Verluste. Dabei weiß in der Theorie jeder, dass die meisten Geschäftsverläufe zyklisch sind, also Auf- und Abschwünge erleben.

Schon deshalb leben Totgesagte an der Börse nicht nur länger als gedacht, sondern erweisen sich häufig nach einer Weile wieder als quicklebendig. Das stimmt nicht, wenn ein Unternehmen mit schöner Regelmäßigkeit Geld verbrennt und nur durch Kapitalspritzen externer Geldgeber am Leben gehalten wird, wie die Insolvenz von Air Berlin zeigt. Hier ließen die aufgetürmten Schulden das Geschäftsmodell schlicht zusammenbrechen.

Das jahrelange Siechtum der Air-Berlin-Aktie – zum Jahresanfang notierte sie 97 Prozent unter dem Rekordhoch vom Mai 2007 – war Beleg dafür. Ähnlich verhielt es sich beim Pleitefall Solarworld. Sich als Anleger gegen solche Trends zu stellen ist pure Zockerei.

 
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