Börsenaufsicht: Bequem hinter dem Veto aus Brüssel versteckt

PremiumKommentarBörsenaufsicht: Bequem hinter dem Veto aus Brüssel versteckt

04. April 2017
von Mark Fehr

Das Aus der Fusion der Börsen von Frankfurt und London ist gut für Anleger. Weniger gut ist das Versteckspiel der Börsenaufsicht.

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Für Carsten Kengeter, den Chef der Deutschen Börse, ist die gescheiterte Fusion mit der Londoner Börse eine Niederlage, für Anleger aber eine gute Nachricht.

Schon seit dem Nein der britischen Wähler zur Europäischen Union im vergangenen Jahr stand die Fusion zwischen Deutscher Börse und der London Stock Exchange unter keinem guten Stern mehr. Seit vergangenem Mittwoch liegt das erwartete Veto aus Brüssel offiziell auf dem Tisch, passgenau an dem Tag, an dem die Briten ebendort ihren EU-Austrittswunsch eingereicht haben. Die beiden Börsen hatten London als neuen Hauptsitz auserkoren und wurden vom Brexit kalt erwischt. Die EU-Behörden begründen das Verbot jedoch nicht mit der politischen Entwicklung auf der Insel, sondern führen den freien Wettbewerb ins Feld: Insbesondere beim Handel mit festverzinslichen Wertpapieren wäre nach dem Zusammenschluss ein Monopol entstanden, zum Schaden von Investoren und Emittenten.

Deutsche Börse Betriebsrat kritisiert Vorstand - Kosten der gescheiterten Fusion bei 100 Millionen Euro

Der Betriebsrat der Deutschen Börse hat angesichts der gescheiterten Fusion "ein verlorenes Jahr" beklagt.

Carsten-Kengeter Quelle: dpa

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