DWS Die Gewinne der anderen

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Die Aktie der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS wird bevorzugt internationalen Investoren angepriesen. Ein schwerer Fehler.

Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main. Quelle: dpa

Zugegeben: Das Londoner Edelkaufhaus Harrods an der luxuriösen Brompton Road ist zur Weihnachtszeit reizvoller als die Galeria Kaufhof an der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil. Noch ein Grund mehr für die Vorstände der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS also, als Erstes die City anzusteuern, um bei Investoren für den anstehenden Börsengang Werbung zu machen. „Roadshow“ klingt ohnehin cooler und weltgewandter als „Werbeveranstaltung“, wenn das übliche Buhlen um Aktienkäufer beginnt.

Dennoch ist die London-Fixierung ein Beweis für die Schwäche des deutschen Kapitalmarktes. Ja, in der britischen Metropole haben milliardenschwere Konkurrenten der DWS wie BlackRock, Schroders oder Fidelity eben ihre europäischen Hauptquartiere, dort sitzen auch die mächtigen Hedgefonds. Trotzdem sollte der deutsche Branchenprimus den Mut und das Selbstbewusstsein haben, auf London zu pfeifen.

 
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