Japans Tech-Aktien: Keine Angst vor der Kernschmelze

PremiumJapans Tech-Aktien: Keine Angst vor der Kernschmelze

21. Februar 2017
von Martin Fritz

Das Desaster um frisierte Zahlen bei Toshiba erschüttert den japanischen Aktienmarkt nicht. Dafür gibt es Gründe.

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Der Kurs der Industriegruppe und ehemaligen Nikkei-Schwergewichts Toshiba landet auf einem 37-Jahres-Tief.

Toshiba – einst ein Name mit Klang, inzwischen einer, der in den Ohren schmerzt. Jahrelang hat die Industriegruppe ihre Bücher frisiert. Milliarden wurden miserabel investiert, die Geschäfte schöngeredet. Die Konsequenz: Der Kurs des ehemaligen Nikkei-Schwergewichts landet auf einem 37-Jahres-Tief. Ist es mit dem Bullenmarkt in Japan, den Bankhäuser wie Nomura und Morgan Stanley ausgerufen haben, bereits vorbei?

Die Antwort ist: Nein. Aber wie stets im Leben lohnt sich ein genaues Hinsehen. Toshiba hat eine bilanzielle Kernschmelze nach fast sechs Milliarden Euro Sonderverlust in der Atomsparte bekannt geben müssen. Das erzwingt nun sogar den Notverkauf der lukrativen Speicherchipsparte, die die Hälfte des Gewinns einbringt. Ohne Verkauf aber bliebe das Eigenkapital negativ, und den Regularien nach müsste die Aktie die wichtigen Indizes Nikkei und Topix verlassen.

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