Björn Segendorf: "Wir werden zu einer bargeldlosen Gesellschaft"

PremiumInterviewBjörn Segendorf: "Wir werden zu einer bargeldlosen Gesellschaft"

05. Dezember 2017
von Saskia Littmann

In Schweden wird Bargeld kaum noch akzeptiert. Die schwedische Notenbank arbeitet daher an der Kryptowährung e-Krona. Ein Gespräch mit Björn Segendorf, der an der digitalen Krone mitarbeitet.

WirtschaftsWoche: Herr Segendorf, wollen Sie Bitcoins Konkurrenz machen?
Björn Segendorf: Nein, sicherlich nicht. Die E-Krona ist eine Alternative zum Bargeld und hat mit den steigenden Bitcoin-Kursen nichts zu tun. Der Bitcoin ist ja auch in Schweden noch gar nicht weit verbreitet.

Trotzdem gibt es an den Finanzmärkten kaum noch ein anderes Thema. Trotzdem haben die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Notenbank Fed vergangene Woche erklärt, noch nicht an einer digitalen Währung zu arbeiten. Wundert Sie das?
Über die Entscheidungen anderer Zentralbanken vermag ich nicht zu urteilen. Aber mich wundert das nicht, jedes Land ist schließlich unterschiedlich aufgestellt und bringt andere Voraussetzungen mit.

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Warum braucht Schweden eine digitale Krone?
Wir werden zunehmend zu einer bargeldlosen Gesellschaft. Mehr und mehr Schweden zahlen lieber per Kreditkarte oder Smartphone als mit Bargeld. Für uns als Zentralbank stellen sich dadurch viele Fragen.

Zur Person

  • Björn Segendorf

    Björn Segendorf ist Berater im Bereich Finanzstabilität bei der schwedischen Notenbank und arbeitet an der Entwicklung der digitalen Krone (E-Krona).


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