Fed: Zeitenwende in der Geldpolitik

PremiumKommentarFed: Zeitenwende in der Geldpolitik

21. September 2017
von Malte Fischer

Die US-Notenbank will ihre Bilanz abschmelzen und den Leitzins weiter anheben. Allerhöchste Zeit für die Europäische Zentralbank, ihr zu folgen.

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Die Präsidentin der US-Notenbank Federal Reserve, Janet Yellen

Es gibt Tage, denen die Börsianer entgegen fiebern wie kleine Kinder dem Weihnachtsabend. Mittwoch war so ein Tag. Die Anleger in den Handelssälen warteten allerdings nicht auf das Christkind, sondern auf Janet Yellen. Die Chefin der US-Notenbank Fed, so hofften sie, werde ihnen gute Nachrichten in puncto Konjunktur und Zinsen überbringen.

Und in der Tat, Janet Yellen enttäuschte die Finanzmärkte nicht. Sie lieferte, was auf den Wunschzetteln der Händler stand.

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So lobpreiste sie nicht nur die gute US-Konjunktur und den Boom auf dem Arbeitsmarkt. Sie kündigte auch an, dass sie im Oktober damit beginnen wird, die Fed-Bilanz zu verkleinern. Nach der Lehman-Pleite im Herbst 2008 hatte die US-Notenbank im großen Umfang Staatsanleihen und verbriefte Hypothekenkredite von den Banken gekauft und diesen im Gegenzug Zentralbankgeld zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise wendete die Fed den drohenden Zusammenbruch des Weltfinanzsystems ab.

Biografische Daten der Fed-Chefin

  • Name

    Janet L. Yellen

  • Alter und Geburtsort

    Janet Yellen wurde am 13. August 1946 (Alter 71) im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren.

  • Ausbildung

    Bachelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften von der Brown University (US-Staat Rhode Island, 1967); Doktor in Wirtschaftswissenschaften von der Yale University (US-Staat Connecticut, 1971)

  • Berufserfahrung

    Seit dem 1. Februar 2014 ist Yellen in der Nachfolge von Ben Bernanke Präsidentin des Federal Reserve Board (FED); von 2010 bis 2014 war sie Vizepräsidentin des FED; von 2004 bis 2010 Präsidentin der Federal Reserve Bank of San Francisco; von 1997 bis 1999 Vorsitzende des Rats der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses (Council of Economic Advisers); von 1994 bis 1997 Mitglied des Federal Reserve Board of Governors; von 1980 bis 1994 Lehrkraft an der University of California, Berkeley; von 1978 bis 1980 Dozentin an der London School of Economics and Political Science; von 1977 bis 1978 Ökonomin bei der Federal Reserve; von 1971 bis 1976 Assistenzprofessorin an der Harvard University.

  • Familie

    Verheiratet mit George A. Akerlof, Wirtschaftsnobelpreisträger und Professor an der kalifornischen Berkeley-Universität; ihr Sohn, Robert Akerlof, ist Assistenzprofessor an der University of Warwick.


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