Vermögensverwaltung: Lieber aktiv statt von Robotern gesteuert

PremiumKommentarVermögensverwaltung: Lieber aktiv statt von Robotern gesteuert

20. Juni 2017
von Heike Schwerdtfeger

Menschen lieben Freiheit. Bei der Geldanlage aber lassen sie sich gerne in fremdbestimmte Indizes und Strategien zwängen. Das ist schädlich.

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Einzig bei der Geldanlage soll Passivität förderlich sein. Das ist Unsinn.

Der Wettkampf zwischen Robo-Advisor und klassischem Vermögensverwalter ist voll entbrannt. Der Ausgang des Rennens scheint eindeutig zu sein: Der junge, dynamische, allwissende Computer mit automatisierter Geldanlage sticht den älteren gediegenen Herrn im Anzug aus. Schließlich ist der teuer, langsam und von gestern, weil seine Aktienauswahl sich schlechter entwickelt als jeder simple Aktienindex. Wer sich vor dem Tresen seiner Bank unwohl fühlt, der kann zu Hause mit ein paar Mausklicks sein Depot eröffnen, schon arbeitet der Robo-Geldmanager für ihn. Die rund 20 kleinen deutschen Robos, die es inzwischen gibt, sind erst der Anfang, auch Google und Facebook strecken ihre Fühler aus. Sie werden das System perfektionieren. Schon jetzt nimmt es dem Anleger alles ab. Und das für kleines Geld.

Nur liefern sich Kunden so einem digitalen Anlagemanager aus, der meistens Indexfonds (ETFs) kauft. Irgendwo muss gespart werden. Auch die sind modern und günstig, ihr Marktanteil wächst in Rekordtempo. Der Anleger ist also gleich bei zwei Erfolgsstorys dabei. Macht ihn das glücklicher?

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