Zuzahlungen: Die „Apotheken Umschau“ der Banker

PremiumKommentarZuzahlungen: Die „Apotheken Umschau“ der Banker

10. September 2017
von Heike Schwerdtfeger

Fondsanleger zahlen schon genug für Dienste von Geldverwaltern. Warum bitte schön wollen die noch für Arbeitsmaterial kassieren?

Bild vergrößern

Auch bei der Geldanlage in Investmentfonds bleiben Zuzahlungen keine Seltenheit mehr.

Arbeitnehmer haben sich daran gewöhnt, dass sie über Steuern und Sozialabgaben hinaus dauernd zur Kasse gebeten werden. Zuzahlungen beim Arzt und Apotheker, teure Arbeitshefte für die Kinder in der Schule, hohe Gebühren auf Ämtern.

Leider läuft es bei der Geldanlage in Investmentfonds mittlerweile ähnlich. Auch dort kennt die Kreativität der Geldverwalter keine Grenzen, wenn es um das zusätzliche Abkassieren geht. Seitenweise listen Vertragsbedingungen auf, was dem Anleger alles in Rechnung gestellt werden darf und so seine Rendite schmälert. Ab 2018 könnte wegen einer neuen EU-Vorschrift gar ein weiterer Kostenposten hinzukommen. Investmentbanken sollen ihre Analysen zu Aktien oder Anleihen – das sogenannte „Research“ – nicht mehr kostenlos an Fondsmanager abgeben. Auch sollen sie für Investorentage, also etwa Treffen mit Unternehmenschefs, künftig Eintritt verlangen. Die EU will so für mehr Transparenz sorgen.

Anzeige

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%