WiWo App Jetzt gratis testen!
Anzeigen

Altersdiskriminierung Ältere dürfen benachteiligt werden

Premium
Rentner (Symbolfoto) Quelle: imago

Beschäftigte sind per Gesetz vor Diskriminierung wegen ihres Alters geschützt. Neuerdings legen Richter die Regeln aber großzügiger aus.

Rund vier Jahre Altersunterschied trennen Ehepartner im Schnitt. In drei von vier Fällen haben Männer jüngere Frauen. Sind Angestellte mit deutlich jüngeren Partnern verheiratet, kann das für die Anbieter betrieblicher Altersvorsorge zum Problem werden. Werden auch Angehörige abgesichert, haben die Partner gute Chancen, länger zu leben und nach dem Tod ihres Partners noch viel Rente zu kassieren. Davor wollen sich viele Altersvorsorgeanbieter schützen.

Gängige Klauseln betrieblicher Vorsorge sehen vor, dass hinterbliebene Ehepartner nichts bekommen, wenn diese sehr viel jünger als der Beschäftigte sind. Alternativ können Leistungen verwehrt werden, wenn die Ehe spät geschlossen worden ist, der Beschäftigte also schon älter war und eventuell sogar krankheitsbedingt sein Lebensende absehen konnte.

Streng genommen handelt es sich bei solchen Regelungen um eine Diskriminierung wegen des Alters – und die darf es laut Antidiskriminierungsgesetz eigentlich nicht geben. Es sei denn, die Benachteiligung wird durch ein legitimes Ziel gerechtfertigt, ist angemessen und erforderlich.

Diese Vorteile haben Eheleute
Es gibt längst nicht nur romantische Gründe für eine Eheschließung. Rechtlich, steuerlich und finanziell gibt es klare Argumente, die für eine Heirat sprechen. Quelle: dpa
Bei wem das Ehegattensplitting funktioniert, bei dem die Einkommenssteuer beider Partner gemeinsam veranlagt wird, kann von der Ehe finanziell profitieren. Quelle: dpa
Wer heiratet, nimmt den Partner automatisch in seine Erbfolge auf – das ist per Gesetz geregelt. Quelle: dpa
Schenkungs- und Erbschaftssteuer werden dann erhoben, wenn – ohne Gegenleistung – größere Summen den Besitzer wechseln. Quelle: dpa
Wer stirbt, hinterlässt Mann oder Frau häufig nicht hilflos - der Hinterbliebenenschutz soll das verhindern. Quelle: dpa
Bekommt ein verheiratetes Paar ein Kind ist für den Staat alles klar: Der Ehemann gilt vor dem Gesetz automatisch als Vater. Quelle: dpa
Ein Ehepaar kann in Deutschland ein Kind grundsätzlich nur gemeinsam adoptieren. Quelle: dpa
 
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%