Kartellverstöße: Anleger schuldlos in Haft genommen

PremiumKommentarKartellverstöße: Anleger schuldlos in Haft genommen

20. Januar 2017

Müssen Unternehmen wie VW Strafen zahlen, trifft dies vor allem Aktionäre. Das ist himmelschreiend ungerecht.

Bei Wirtschaftsskandalen werden Unternehmen mit immer drakonischeren Bußgeldern überzogen. VW muss 4,3 Milliarden Dollar zahlen, europäischen Lkw-Herstellern wurde gerade eine Kartellbuße von drei Milliarden Euro auferlegt. Der Bundesgerichtshof will für Kartellverstöße „empfindliche Geldbußen“. Manche rufen gar nach einem Unternehmensstrafrecht. Unternehmen sollen mit Bußgeldern oder Geldstrafen belegt werden, um „Straflosigkeit zu vermeiden“, wenn einzelnen Mitarbeitern kein Verstoß nachgewiesen werden kann. Strafe muss sein, auch wenn man keine Täter findet!

Zum Autor

  • Alexander Reuter

    Alexander Reuter ist Rechtsanwalt, Attorney-at-Law (New York) und Partner bei Görg Rechtsanwälte in Köln. Vor seiner Anwaltstätigkeit war er Justiziar im Thyssenkrupp-Konzern.

Das Motiv ist alt, führt aber auf den falschen Weg. Schon der Perserkönig Xerxes hatte einst bei einem Sturm, gegen den er nichts ausrichten konnte, die Wellen der Meerenge Hellespont mit 300 Rutenschlägen züchtigen lassen. Ein Symbol blinden Vergeltungstriebs.

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