Steuern und Recht kompakt Arzthaftung, Abgeltungssteuer, Resturlaub

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Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat in einem Urteil geklärt, unter welchen Umständen Ärzte für Gesundheitsprobleme nach unnötigen Operationen haften. Quelle: dpa

Verluste aus Privatdarlehen können die Abgeltungssteuer mindern, Ärzte haften für unnötige Operationen und ein Experte gibt Ratschläge zum Thema Resturlaub. Die Steuer- und Rechtstipps der Woche.

Abgeltungssteuer: Verluste aus Darlehen abzugsfähig

Anleger, die mit einem Privatkredit Geld verlieren, weil der Schuldner insolvent wird, können sich freuen. So hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass Steuerzahler solche Verluste bei der Abgeltungsteuer geltend machen können (VIII R 13/15). Nach bisher geltender Rechtsprechung war dies nicht möglich. Der BFH begründet sein Urteil damit, dass mit Einführung der Abgeltungsteuer 2009 alle Wertminderungen des Vermögens steuerlich relevant seien, damit auch Verluste aus Forderungen.

Allerdings hat der BFH eine Auflage gemacht. So sei der Steuerabzug nur möglich, wenn endgültig feststeht, dass beim Schuldner kein Geld mehr zu holen ist. Dies sei beispielsweise der Fall, wenn ein Insolvenzverfahren mangels Masse abgelehnt wird oder aus anderen Gründen feststeht, dass keine weiteren Zahlungen mehr zu erwarten sind. Es reicht dagegen nicht, wenn wegen eines eingeleiteten Insolvenzverfahrens vertraglich vereinbarte Zahlungen ausbleiben.

 
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