Steuern und Recht kompakt Einkommensteuer, Arbeitsrecht und Mietvertrag

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Behindertengerechter Umbau kann nur einmal steuerlich geltend gemacht werden und Anleger müssen Vorwürfe der Falschberatung belegen können. Außerdem: Expertentipps zum Mietvertrag. Die Steuer- und Rechtstipps der Woche.

Baukosten sind nur einmal abzugsfähig. Quelle: dpa

Einkommensteuer: Baukosten nur einmal abzugsfähig

Wer sein Eigenheim behindertengerecht umbaut, kann die Kosten nach Abzug eines zumutbaren Eigenanteils als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen. Die Kosten sind jedoch nur in dem Jahr absetzbar, in dem die Kosten anfallen. Diese Regel wurde für eine Familie zum Problem. Die Eltern eines schwerbehinderten Kindes ließen 2011 ihr Haus für 165 981 Euro umbauen. Das Jahreseinkommen der Familie lag 2011 deutlich unter diesem Betrag. Folge: Zwar lag das Einkommen nach Abzug der Umbaukosten bei null, es fiel also keine Einkommensteuer an. Es blieb jedoch ein Teil der Baukosten unberücksichtigt. Diesen Restbetrag wollte die Familie in den Folgejahren vom Einkommen abziehen. Das Finanzamt lehnte dies jedoch ab. Zu Recht, wie der Bundesfinanzhof entschied: Die Ausgaben seien nicht auf mehrere Jahre verteilbar (VI R 36/15).

Falschberatung: Anleger muss Fehler beweisen

 
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