Architektur: Beton ist der Samt der Moderne

PremiumArchitektur: Beton ist der Samt der Moderne

06. Oktober 2017
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Spätestens mit Tadao Andō (im Bild: Langen Foundation) ist Beton buchstäblich salonfähig geworden.

von Christopher Schwarz

Jahrzehnte war Beton der bestgehasste Baustoff, seelenlos wie die Moderne. Neue Häuser zeigen: Beton kann auch anders – und voller Poesie sein.

Wenn Christian Boros mit dem Fahrstuhl in den sechsten Stock gleitet und die Schiebetür zu seiner Wohnung sich automatisch öffnet, dann hält er inne, so dominant seien die vier Meter hohen Wände und Decken. Ein Statement aus Beton, ein „Ausrufezeichen“, kraftvoll in seiner unverstellten Rohbauattitüde, nicht leicht zu ertragen in seiner Massivität und Schwere. Weshalb man ihm etwas entgegensetzen muss: „Beton braucht den Kontrast“, sagt Boros, „dann entfaltet er eine unglaubliche Poesie.“

Bei Boros sind es vor allem die Einbauten aus geräucherter Eiche, die Siebzigerjahre-Möbel und Louis-Seize-Stücke. Und natürlich die Kunst, deren Skala von Goldgrundmalereien aus der Renaissance bis zum...


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