Hohes Ross
Wie Spotify den Musikkonsum verändert. Quelle: REUTERS

Jetzt gibt’s was auf die Ohren!

Dank Streaming-Diensten wie Spotify gibt es keinen Grund mehr, schlechte Musik zu ertragen – und auch keine Entschuldigung mehr.

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Junge Städter, die nichts erben, sind zur Miete verdammt, und seien die Zinsen noch so niedrig: Wer kann schon 450.000 Euro für 100 Quadratmeter auftreiben? Andererseits nervt mich das Lamento über kleine Wohnungen und hohe Preise, weil nicht mehr über die komparativen Kostennachteile der Konsumenten vor zehn Jahren nachgedacht wird. Mein Musikleben etwa war 2007, abzüglich Inflation, rund 250 Euro im Monat teurer, als es heute ist. Die Spotify-Generation, die sich alle Musik der Welt für zehn Euro im Monat frei Haus liefern lässt, wird es sich schwer vorstellen können, aber damals gingen Menschen noch in sogenannte „Plattenläden“ und „Kulturkaufhäuser“, um sich eine Stunde lang sorgsam ausgewählte Musik, gepresst auf sogenannte Compact Discs, für 10 bis 20 Euro und mehr zu kaufen. Und 10, 20 dieser CDs im Monat mussten es schon sein, wenn man den Anspruch hatte, über Miles Davis’ „A kind of blue“ und Bachs h-Moll-Messe hinauszuwachsen.

 
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