Angelockt. Ausgequetscht. Abgedrängt. Die China-Falle

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China gibt sich in der Ära Trump als Retter des Freihandels und als Verteidiger offener Märkte. In Wirklichkeit ist Peking ein Synonym für Chauvinismus und Merkantilismus – und zieht um seine Wirtschaft so hohe Mauern wie noch nie. Am stärksten betroffen von der China-first-Politik sind deutsche Unternehmen.

Die Chinafalle: Die Volksrepublik gibt sich als Retter des Freihandels. Das ist ein großer Bluff – auf Kosten deutscher Firmen. Quelle: Illustration: Simon Prades

Alles sieht nach einem lockeren Heimspiel aus: Manuel Neuer, Thomas Müller und Robert Lewandowski winken in knallroten Trikots vom Plakat, „Visiting Friends“ ist darauf zu lesen: zu Besuch bei Freunden. Doch in Wahrheit treffen die „Mia-san-mia“-Botschafter des FC Bayern aus München in Shanghai und Shenzhen auf ein Kollektiv, das mindestens genauso siegessicher ist wie sie selbst: Der erfolgreichste deutsche Fußballverein will den am schnellsten wachsenden Fußballmarkt der Welt erobern: Bayern goes China.

Die Erwartungen sind, wie immer, wenn ein deutscher Mittelständler auf Expansionskurs geht in China, unermesslich groß. Ende März hat der FC Bayern ein eigenes Büro in Shanghai eröffnet; in der Hafenstadt Qingdao und der Hightechmetropole Shenzhen wird es schon bald bayrische Fußballschulen geben. Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, vermutet 136 Millionen Bayern-Fans in China, ein glänzendes Geschäft, aber natürlich auch ein Schub für den chinesischen Fußball, so Rummenigge.

 
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