Auswirkungen von Trumps Jerusalem-Entscheidung: "Die deutsche Wirtschaft schätzt Israels Start-up Szene"

PremiumInterviewAuswirkungen von Trumps Jerusalem-Entscheidung: "Die deutsche Wirtschaft schätzt Israels Start-up Szene"

07. Dezember 2017
von Mark Fehr

Der Chef der deutsch-israelischen Industrie- und Handelskammer sieht die auf Hightech spezialisierte israelische Wirtschaft als gut gewappnet gegen politische Turbulenzen nach Trumps umstrittenem Vorstoß in der Nahost-Politik.

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Büros, Forschungs- und Entwicklungszentren: Besonders Tel Aviv ist zu einem Zentrum der Hightech-Industrie geworden.

Herr Alroi-Arloser, US-Präsident Donald Trump hat Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Jetzt fürchtet die Welt eine Eskalation des Nahost-Konflikts. Welche wirtschaftlichen Auswirkungen sind zu erwarten?
Grisha Alroi-Arloser: Die Entscheidung aus Washington wird nach meiner Einschätzung keine wirtschaftlichen Auswirkungen haben. Wahrscheinlich wird es zu einzelnen Demonstrationen und möglicherweise auch zu Anschlägen kommen, aber einen Flächenbrand erwarte ich nicht. Vielleicht wurde mit der Entscheidung von Trump sogar ein gordischer Knoten durchschlagen.

Wie hat die Bevölkerung auf die Entscheidung reagiert? Ist man geschockt wegen der Gefahr neuer Anschläge?
Nein, das ist überhaupt kein Schock gewesen. Jerusalem war schon immer die Hauptstadt des jüdischen Volkes und Sitz des Parlaments, in dem internationale und auch deutsche Staatsoberhäupter und Regierungsvertreter wie Bundespräsident Johannes Rau oder Bundeskanzlerin Angela Merkel historische Reden gehalten haben.

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