Contra: US-Wirtschaftspolitik: Rettet die globale Ordnung!

PremiumKommentarContra: US-Wirtschaftspolitik: Rettet die globale Ordnung!

17. März 2017
von Paul Welfens

US-Präsident Trump höhlt die Wirtschaftsarchitektur des Westens aus und gefährdet unseren Wohlstand.

Donald Trump untergräbt den Multilateralismus, der über internationale Organisationen wie die Welthandelsorganisation (WTO), die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und den Internationalen Währungsfonds (IWF) verankert ist. Multilateralismus heißt, einen Interessenausgleich zu organisieren, vereinbarte Projekte zu überwachen sowie in Konfliktfällen in rechtlich verankerten Strukturen Lösungen zu suchen.

Zur Person

  • Paul Welfens

    Paul Welfens ist Professor an der Uni Wuppertal und Leiter des Europäischen Instituts für Internationale Wirtschaftsbeziehungen (EIIW).

Mit der Gründung von IWF und Weltbank durch eine Initiative der USA und Großbritanniens 1944 ist eine moderne Weltwirtschaftsarchitektur entstanden. Später trugen das GATT mit der Meistbegünstigungsklausel – Vorteile müssen allen Partnern gewährt werden – und dem Prinzip der Nichtdiskriminierung gerade zur Chancengleichheit kleiner Länder im Außenhandel bei.

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Diese Organisationen sichern Wohlstand, Stabilität, Klimaschutz und den Rückgang der Armut in vielen Regionen der Welt. Unter dem Bilateralismus von Trump sind die USA zu einem Destabilisierungsfaktor der Globalisierung geworden. Das zeigt sich in der US-Blockade der Verhandlungen der BIZ zur Bankenregulierung und der Geringschätzung der WTO durch Trump. Es drohen neue Konflikte. Klare Ordnungspolitik ist gefordert, um Instabilitäten zu vermeiden. Sonst verbünden sich demnächst noch die EU und China. Was für ein Chaos uns dann wohl droht!

PremiumPro: US-Wirtschaftspolitik Weg mit dem Kuschelkapitalismus!

Trumps Angriff auf die globale Wirtschaftsordnung fördert den Wettbewerb und nutzt den Menschen.

Quelle: AP

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