Griechenland-Hilfe: Retter ohne Plan

PremiumKommentarGriechenland-Hilfe: Retter ohne Plan

17. Februar 2017
von Silke Wettach

Griechenland bleibt im Krisenmodus. Die Geldgeber kümmern sich nicht ums zentrale Problem: Wachstum.

Das Szenario ist verdächtig vertraut: Die internationalen Geldgeber verlangen von Griechenland mehr Sparanstrengungen, gleichzeitig beteuert die griechische Regierung gebetsmühlenartig, genug Einschnitte geleistet zu haben. Monatelang wird verhandelt, die Pleite noch jedes Mal im letzten Moment vermieden. Am Montag gibt es die Fortsetzung dieses Dramas, wenn die Finanzminister der Euro-Zone in Brüssel zusammenkommen.

Nun schon sieben Jahre geht das so, Tranche für Tranche, mittlerweile sind wir im dritten Hilfsprogramm. Retter und Gerettete sind in einer absurden Situation gefangen, weil jeder der Geldgeber nach seiner eigenen Logik vorgeht. Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird nicht müde, auf die Tragfähigkeit der griechischen Schulden zu pochen. Die Schulden sind im Verhältnis zu dem, was Griechenland leisten kann, zu hoch, was einen Schuldenschnitt erfordert. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble insistiert dagegen, dass die Griechen ihre Schuld komplett abbezahlen. Nur so kann er die Illusion aufrechthalten, dass die Griechenlandrettung den Steuerzahler kein Geld kostet. Über das zentrale Problem wird indes kaum gesprochen. Es heißt: Wie kann das Land zu Wachstum zurückkehren, um jemals auf eigenen Beinen zu stehen?

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