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Islamismus und Wirtschaft "Geldströme unterbrechen, um dschihadistische Strukturen zu bekämpfen"

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Der islamistische Terror bedroht Europa. Trotzdem handeln deutsche Firmen mit Vertretern dieser Weltsicht. Autor Sascha Adamek über wirtschaftliche Verflechtungen, Einflussnahme und deutsches Vereinsrechts.

Quelle: Dominique Prokopy

WirtschaftsWoche online: Herr Adamek, Ihr Buch trägt den Titel „Schariakapitalismus“. Wie ist der Begriff zu verstehen?
Sascha Adamek: Er umschreibt zuerst einmal eine Geschäftsbeziehung. Abgeleitet ist er vom Begriff „Sharia financing“, der das islamkonforme Bankwesen bezeichnet, das eigentlich all die Verwerfungen ablehnt, die wir am modernen Finanzkapitalismus kritisieren, etwa Zinswetten, Verbriefungsgeschäfte, Beteiligungen am Waffen- oder Drogenhandel. Das zeigt die Doppelbödigkeit. Denn ich fragte mich, was wissen wir über die Finanzierung des Islamismus in Europa und in der Welt. Die Finanzquellen liegen allesamt in Staaten, in denen die Scharia im Straf- und Zivilrecht verankert ist – beispielsweise in Saudi-Arabien, Katar oder Kuwait. Unser Handelsvolumen mit solchen Staaten beträgt 58 Milliarden Euro pro Jahr – das ist rund ein Drittel dessen, was wir mit unserem Verbündeten, den USA, an Waren austauschen.

 
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