Katar: Golf-Konflikt verunsichert deutsche Wirtschaftslobby

PremiumKatar: Golf-Konflikt verunsichert deutsche Wirtschaftslobby

20. Juni 2017
von Max Haerder, Cordula Tutt und Gregor Peter Schmitz

Der Konflikt am Golf verunsichert die deutsche Wirtschaft. Doch die Spitze der Deutsch-Arabischen Handelskammer Ghorfa schweigt dazu.

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Geschäftsreise: Exminister Ramsauer und Noch-Minister Gabriel 2015 in Katar.

Vor gerade mal einem Monat war die Welt noch in Ordnung. Das Ritz-Carlton am Potsdamer Platz in Berlin bot Mitte Mai den luxuriösen Rahmen für das 20. Deutsch-Arabische Wirtschaftsforum. Das prominent besetzte Jahrestreffen ist der wichtigste Termin der Deutsch-Arabischen Handelskammer Ghorfa. Zum Jubiläum gab sich auch die Bundeswirtschaftsministerin die Ehre. In ihrer Rede lobte Brigitte Zypries den ökonomischen Aufbruch im Mittleren Osten, in den die deutsche Wirtschaft Waren für mehr als 25 Milliarden Euro verkauft – und betonte ein ums andere Mal, Stabilität in der Region sei auf lange Sicht nur mit wirtschaftlichem Aufschwung möglich. Die rund 600 Gäste hörten damit, was sie hören wollten. Und quittierten Zypries’ Auftritt mit warmem Applaus.

Gerade mal vier Wochen später ist von der aufgeräumten Stimmung nichts mehr übrig. Seit Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate gemeinsam das zwei Millionen Einwohner kleine, aber überaus wohlhabende Emirat Katar mit dem Vorwurf der Terrorfinanzierung politisch isoliert und wirtschaftlich abgeschnitten haben und seit der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) vor einem „Krieg“ am Golf warnt, herrscht tiefe Verunsicherung bei der Wirtschaftslobby.

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