Lobby-Arbeit: Chinas seltsame Liebe zu Christian Wulff

PremiumLobby-Arbeit: Chinas seltsame Liebe zu Christian Wulff

06. November 2017
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Christian Wulff.

von Lea Deuber und Gregor Peter Schmitz

Altbundespräsident Christian Wulff hat sich neu erfunden: als Chef einer Nichtregierungsorganisation in China, die Lobbying betreibt. Dafür kassiert er zwar kein Geld, aber er wird hofiert – und von der Parteispitze instrumentalisiert.

In einer Nebenstraße unweit des Shanghaier Finanzdistrikts ist Christian Wulff noch immer Präsident. Nicht mehr von Deutschland, natürlich. Aber immerhin von einer Nichtregierungsorganisation, die im 18. Stock eines verglasten Hochhauses residiert. Global Alliance of SMEs (Gasme), heißt sie, in ihrem Büro werkelt rund ein Dutzend einheimische Mitarbeiter unter flackerndem Neonlicht, in den Regalen stehen Auszeichnungen der chinesischen Regierung. Und an ihrer Spitze steht: Wulff, bis 2012 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, seit seinem erzwungenen Rücktritt der jüngste Altbundespräsident aller Zeiten, auf der Suche nach einer (Lebens)aufgabe.

Hat Wulff die nun in China gefunden? Jedenfalls hat es ihn an die Gasme-Spitze verschlagen....


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