Kim Jong un: Wie Nordkoreas Diktator an Devisen kommt

PremiumNordkorea: Die dubiosen Devisengeschäfte des Kim Jong-un

28. Juni 2017
von Simon Book

Der Westen wollte Nordkoreas Diktator Kim Jong-un das Geld abgraben. Doch mit Gastarbeitern und zweifelhaften Geschäften in aller Welt erwirtschaftet Kim Milliarden.

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Kim Jong-un bei der Besichtigung einer Fabrik.

Irgendwann, mitten in dieser irrwitzigen Suche nach Nordkoreas Geldquellen, muss es plötzlich ganz schnell gehen. Es ist ein sonniger Freitagmorgen auf einer großen Straßenkreuzung in Warschau, als Nicolas Levi, ein drahtiger Mann in den Dreißigern mit Glatze und Poloshirt, seinen Fiat Sedici in eine Parklücke beim Taxistand steuert, von innen die Beifahrertür öffnet und ruft: „Wir müssen an den Stadtrand.“ Er lenkt das Auto eine halbe Stunde durch den dichter werdenden Verkehr, biegt in ein Neubaugebiet ab, parkt zwischen den ersten fertigen Einheiten der Oaza Wilanów, 456 Eigentumswohnungen; Glas, Holz, akkurater Rasen, Tiefgarage, Basketballplatz, Laufbahn. Alles umzäunt und bewacht. Gebaut als Statussymbol der neuen polnischen Mittelschicht.

Und: gebaut mithilfe von Nordkoreanern, sagt Levi.

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