PremiumTrump im Weißen Haus: Haltet ihn!

03. Februar 2017
von Simon Book, Marc Etzold, Stefan Hajek, Matthias Hohensee, Katharina Matheis, Tim Rahmann, Gregor Peter Schmitz, Christian Schlesiger und Dieter Schnaas

Der US-Präsident regiert im autokratischen Operettenstil. Er kapselt sich im Oval Office ein und dekretiert über Partei, Opposition und demokratische Konventionen hinweg. Wer vermag ihn zu stoppen?

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Haltet ihn! Donald Trump errichtet ein Regime des Chaos. Was darf der US-Präsident, wer kann ihn stoppen?

Richard Milhous Nixon ist der einzige US-Präsident, der das Weiße Haus je räumen musste. 1974 war das, Nixon hatte in der Watergate-Affäre die Nation belogen, sein Rücktritt war unausweichlich. In den letzten Amtstagen verschanzte er sich im Oval Office, oft betrunken, stieß Flüche aus gegen Gott und vor allem die Welt. Auf den Straßen vor dem Weißen Haus demonstrierten Tausende für seine Absetzung. An Nixons Seite verharrten nur wenige Getreue, die meisten selbst verstrickt in Schurkereien.

Donald John Trump hat das Weiße Haus gerade erst bezogen, zwei Wochen ist das her. Trump trinkt nicht, das unterscheidet ihn von Nixon, aber dafür ist er ständig berauscht von sich selbst. Und stößt Flüche aus gegen alles, was seinem Ego in die Quere kommt, gegen die „verlogenen“ Medien etwa oder gegen die „Verräter“, die seinen Einreisestopp für Muslime nicht unterstützen. Wieder toben Demos gegen den Präsidenten. Wieder ist er nur von wenigen Getreuen umgeben. Und wieder sind die Getreuen sehr obskur.

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