Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Beim Bamf herrscht Personalchaos

PremiumBundesamt für Migration und Flüchtlinge: Beim Bamf herrscht Personalchaos

05. September 2017
von Niklas Dummer

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entfristet die Verträge von mehr als 1000 Mitarbeitern nicht. Stattdessen werden neue befristete Kräfte eingestellt – und Leiharbeiter.

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Statt alte Verträge zu entfristen, setzt das Bamf auf Leiharbeiter.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) kommt nicht zur Ruhe. Grund dafür sind die Entfristungspläne für die Bamf-Mitarbeiter, die 2015 auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise zum Bundesamt kamen und auf zwei Jahre befristet eingestellt wurden. Zwischenzeitlich zählte das Bundesamt 10.000 Mitarbeiter – aktuell sind es noch 7800, rund 3500 von ihnen sind befristet beschäftigt.

Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) zuerst berichtete, sind für die befristet Eingestellten lediglich 2100 Dauerstellen vorgesehen. Die SZ beruft sich auf interne Entfristungspläne vom 15. Januar, 23. Mai, 18. August und 29. August dieses Jahres, die der WirtschaftsWoche ebenfalls vorliegen.

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Während mehr als 1000 Stellen nicht entfristet werden, sollen gleichzeitig neue Mitarbeiter eingestellt werden – abermals befristet auf zwei Jahre, mitunter sogar als Leiharbeiter wie Unterlagen aus dem Juni dieses Jahres belegen, die der WirtschaftsWoche vorliegen. Das Bamf hat sich auf eine Anfrage dazu nicht geäußert.

Bamf 199 Asylentscheider noch nicht geschult

Der Fall des rechtsradikalen Bundeswehrleutnants Franco A. hat Qualitätsdefizite im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) offengelegt. Seit Juli schult das Amt nun Personal nach.

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Quelle: dpa

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