PremiumThese 15: Ja zum EU-Finanzminister.

04. September 2017

Die Euro-Zone braucht einen gemeinsamen Kassenwart – aber zu deutschen Bedingungen.

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Die europäische Identität ist vor allem: eine komplizierte. Aber in beinahe keinem Punkt ist sie so komplex wie bei der Frage, ob jemand letztverantwortlich über die Belange des Euro-Raums wachen soll – und falls ja, wer dann bitte schön, und vor allem: mit welchen Kompetenzen?

Genau da beginnt dieses große Dilemma namens „Europäischer Finanzminister“. Befragt man die europäischen Bürger nämlich, wie es die Bertelsmann Stiftung mit großem Aufwand getan hat, ob sie eine klarere Aufgaben- und Mittelverteilung im Euro-Raum wünschen, halten diese so einen übergeordneten Finanzminister – also jemanden, der im Notfall sogar dem mächtigen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble auf die Finger klopfen könnte – für durchaus nützlich.

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Geht es aber um die Frage, ob dieser entsprechend breite Kompetenzen erhalten soll, etwa die Aufsicht über das Ausgabenverhalten seiner nationalen Kollegen oder die Verwaltung eines Budgets der Euro-Zone, fällt die Zustimmung deutlich. Besonders niedrig liegt sie bei der heiklen Frage, ob „Mr. (oder Mrs.) Euro“ auch die Erlaubnis erhalten soll, Schuldenerleichterungen zu gewähren, etwa den Krisenstaaten im südlichen Teil der Euro-Zone.

60 Jahre Römische Verträge Die Europäische Union hat ein PR-Problem

In den Augen vieler Bürger ist die EU zum geldvernichtenden Bürokratiemonster mutiert. Verantwortlich für das miese Image ist schlechte Kommunikation. Doch diese ließe sich leicht verbessern.

Demonstration der Bewegung "Pulse of Europe" in Frankfurt am Main. Quelle: AP

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