PremiumThese 25: Studiengebühren sind gerecht. Einführen!

04. September 2017

Politiker lieben es, die kostenlose Bildung für alle zu fordern. Dabei wäre es viel gerechter, wenn manche dafür endlich zahlen müssten.

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Studiengebühren sind gerecht?

Viele sind persönlich vorgeprägt in dieser Debatte. Wer etwa vor zehn Jahren in Bayern sein Studium aufnahm, weiß: Das Bundesland hatte damals begonnen, 500 Euro pro Semester für das Erststudium zu erheben. Allerdings gab es eine Menge Ausnahmen. Rund ein Drittel der Studenten wurde damals von den Gebühren befreit. Etwa diejenigen, die zwei unterhaltspflichtige Brüder oder Schwestern hatten. Das Einkommen der Eltern spielte keine Rolle. Wer kinderreich war, war bedürftig.

Ein Geschwisterkind indes, das zur gleichen Zeit in Niedersachsen studierte, wurde zur Kasse gebeten. Ohne Ansehen der Familie. In Amerika würde das „need blind“ genannt und als Akt der Fairness gefeiert.

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Die Wahrheit ist: Keines der beiden Systeme ist wirklich gerecht. Besonders ungerecht aber ist, so zu tun, als seien Studiengebühren immer und automatisch eine Idee des Teufels.


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