PremiumThese 26: Mehr Ganztagsschulen.

04. September 2017

In Sachen Aufstiegschancen ist Deutschland ein ungerechtes Land. Die Ganztagsschule kann das ändern – wenn sie gut und flächendeckend eingeführt wird.

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Die Bildungsrepublik muss den Ausbau der Ganztagsschulen weiter vorantreiben.

Es sind ernüchternde Zahlen: Nur jedes fünfte Kind von Eltern ohne Studienabschluss beginnt in Deutschland ein Studium. Ist dagegen mindestens ein Elternteil zur Uni gegangen, schreiben sich 74 von 100 Kindern an einer Hochschule ein. In OECD-Rankings zur Chancengleichheit belegt die Republik seit Jahren die hinteren Plätze und schneidet schlechter als der Durchschnitt der in der OECD versammelten Industrieländer ab.

Die Politik verspricht seit Jahren, etwas gegen diesen Missstand zu tun. Aber sie kommt kaum vom Fleck. Dabei liegt ein Lösungsansatz auf der Hand: die flächendeckende Einführung guter Ganztagsschulen. Sie könnten dazu beitragen, dass Schüler gemeinsam lernen, zusammen Fußball spielen und jeder aus der Klasse Zugang zum Klavierunterricht bekommt. Gute Ganztagsschulen könnten soziale Gräben überbrücken – und berufstätige Eltern gleichzeitig entlasten.

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Der Bildungsforscher Eckhard Klieme von der Universität Frankfurt beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit Ganztagsschulen. Er fasst das Versprechen der Ganztagsschule so zusammen: „Im Idealfall ist das ein Ort, an dem Kinder unabhängig von ihrem Elternhaus gemeinsam wachsen und sich entwickeln können.“ Auf ein Wort allerdings legt Klieme besonders großen Wert: „Idealfall“.

Gemeinschaftsschule und Co. Schulz und das Scheitern der SPD-Bildungspolitik

Martin Schulz entdeckt Bildung als Thema für seinen Gerechtigkeitswahlkampf. Dabei haben gerade SPD-geführte Bundesländer, Berlin voran, bei der Schulpolitik zuletzt alles andere als überzeugt.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Quelle: imago

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