PremiumThese 39: E-Auto statt Diesel.

04. September 2017

Das Steuerprivileg für Dieselautos gehört abgeschafft. Stattdessen sollte der Staat in Technologien investieren, die wirklich sauber sind und die Umwelt schonen.

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E-Auto statt Diesel – so gelingt der Strukturwandel.

Anfang August kostete der Liter Diesel in Berlin rund 1,10 Euro. Davon flossen 47,04 Cent an Mineralölsteuer an den Staat. Diese Abgabe, inzwischen Energiesteuer genannt, fällt bei jedem Liter Diesel an. Und wer ein Auto mit Ottomotor fährt, zahlt eine noch höhere Energiesteuer: 65,45 Cent pro Liter Benzin. Der Staat macht den Dieselmotor also günstiger als den Benziner. Autofahrer beobachten das täglich an der Zapfsäule.

Das Ungleichgewicht wirft Fragen auf. Etwa, warum der Staat überhaupt bei Autofahrern so kräftig zulangen muss – die Mehrwertsteuer kommt in beiden Fällen noch einmal on top. Das Geld fließt in den Bundeshaushalt. Aber auch, warum der Staat den Diesel gegenüber dem Benziner überhaupt bevorzugt.

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Historisch betrachtet war Dieselkraftstoff bis 1980 im Jahresdurchschnitt teurer als Normalbenzin. Dann hatte der Staat Erbarmen mit viel fahrenden Gewerbetreibenden und Speditionen, die er entlasten wollte. Später kam das Umweltargument hinzu. Denn der Dieselmotor verbraucht bei gleicher Leistung im Vergleich weniger Kraftstoff als ein Ottomotor. Dadurch pustet ein Diesel weniger Kohlendioxid (CO2) in die Luft. Für die klimapolitischen Ziele der Bundesregierungen spielte der Diesel also eine immer bedeutendere Rolle.


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