PremiumThese 7: Endlich billiger bauen.

04. September 2017

Was die großen Parteien vorschlagen, löst zu wenige Probleme. Deutschland braucht Abstriche bei der Bürokratie und den Baukosten.

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Stadtzentrum von München.

Wer als Politiker in Deutschland zurzeit eine Not beschreiben will, tut das anhand der Wohnungsnot. Eine Million Behausungen fehlen, heißt es bei Union und SPD. Viele Familien und Geringverdiener seien am Wohnungsmarkt chancenlos.

Das stimmt nur zum Teil. Sicher fehlen in bestimmten Ballungszentren rund eine Million Wohnungen. Doch mindestens die gleiche Zahl steht in Schwundregionen leer. Der Knappheit steht also eine Vernichtung von volkswirtschaftlichem Vermögen gegenüber.

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Doch wie lassen sich genug Wohnungen zu einem niedrigeren Preis als bisher schaffen? Zumal dort, wo sie gebraucht werden?

Gegen die Wohnungsnot helfen drei Ansätze: Der Staat muss die ländlichen Regionen wieder attraktiver machen. Er kann zudem sinnvolle Vorgaben für Käufer von Bauland und Bauinvestoren machen, ohne selbst Bauherr werden zu müssen. Und er sollte die Regeln fürs Energiesparen und Bürokratie am Bau zusammenstreichen.

Erstens: Auf dem Land oder in der Kleinstadt sollte der Staat nicht den Bau zusätzlicher Eigenheime fördern. Der Staat kann Sinnvolleres für Junge und Zuzügler tun: Schnelle Internetverbindungen für Unternehmen und Freiberufler schaffen zum Beispiel. Behörden, Hochschulen und Forschungsinstitute sollten angesiedelt werden.


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