PremiumThese 8: Wohneigentum für alle.

04. September 2017

Der Staat sollte den Kauf selbst genutzter Immobilien fördern. Nicht bürokratisch und kleinteilig, sondern wirksam: durch Entlastung bei der Grunderwerbsteuer.

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Ein Haus bauen ist teuer - auch wegen der Grunderwerbsteuer.

Politiker dürfen sich eigentlich nicht wundern, dass Mieten und Kaufpreise in deutschen Städten seit Jahren kräftig steigen. Schließlich haben sie ihre Förderung für den Bau und Kauf neuer Wohnungen und Häuser massiv gesenkt, etwa durch Abschaffung der Eigenheimzulage 2006. Sinkt das Angebot an Wohnraum, steigen die Preise. Wer dann nur an Symptomen herumdoktert, etwa mit der Mietpreisbremse, heilt nicht die Ursachen. Im Gegenteil: Eine solche Mietdeckelung kann Investoren abschrecken, sodass noch weniger neuer Wohnraum entsteht. Steigende Steuern verteuern den Immobilienkauf zusätzlich: Einige Bundesländer verlangen mittlerweile 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer.

Insgesamt kassierten die Länder 2016 über diesen Posten 12,4 Milliarden Euro – doppelt so viel wie noch 2006. Weite Teile der Mittelschicht können sich eine Immobilie in Städten nicht mehr leisten. Dabei ist selbst genutztes Wohneigentum eines der wirksamsten Instrumente gegen Finanzprobleme im Alter.

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