Wahlkampf-Fehler: Martin Schulz hat sich selbst zerlegt

Bundestagswahl 2017

PremiumGastbeitragWahlkampf-Fehler: Martin Schulz hat sich selbst zerlegt

27. Juli 2017

Martin Schulz ist ohne Chance gegen Kanzlerin Angela Merkel. Nicht weil sie so stark wäre – sondern weil der SPD-Kandidat schlicht einen handwerklich hundsmiserablen Wahlkampf führt.

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Martin Schulz in Rom

Wer an Martin Schulz denkt, muss automatisch auch an Peer Steinbrück denken. Nicht nur deshalb, weil dem SPD-Kanzlerkandidaten ein ähnliches Wahlergebnis blüht wie seinem Vorgänger, sondern weil sein Wahlkampf Erinnerungen an ein Zitat des Exkanzlerkandidaten Steinbrück weckt: „Hätte, Hätte, Fahrradkette ...“

Der Wahlkampf von Schulz ist bislang ein einziges „Hätte“. Hätte er nur dies, hätte er nur das getan ... Schulz hat es aber nicht getan, und deshalb steht er für einen Wahlkampf der verpassten Gelegenheiten. Für seine Holterdipolter-Inthronisierung konnte er nichts, dafür war Sigmar Gabriel verantwortlich. Aber damit fing die Misere an. Ein Mann musste von heute auf morgen die Kanzlerin herausfordern – ohne Strategie, ohne Programm, ohne ein echtes Team.

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Schulz hatte zu Beginn seiner Kampagne nur die in Wahlkämpfen völlig unerfahrene SPD-Generalsekretärin Katarina Barley an seiner Seite sowie seinen engen Vertrauten Markus Engels, in Sachen Wahlkampfführung ähnlich unbeleckt.

Zur Person

  • Michael Spreng

    Michael Spreng, 69, ist Journalist und Politikberater. Im Jahr 2002 fungierte er als Wahlkampfmanager des damaligen CDU/CSU-Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber.


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