Contra: Raushalten, wo immer es geht

PremiumKommentarContra: Raushalten, wo immer es geht

11. Februar 2017
von Oliver Stock

Unternehmen sollen sich nicht in politische Fragen einmischen, die sie nichts angehen.

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Erst wenn Grenzen überschritten werden, wie z.B. im freien Handel, darf die Wirtschaft eingreifen.

Wer ein Unternehmen führt, darf nicht zimperlich sein. Projekte anstoßen und einstampfen, Kollegen fordern, Geduld üben, Entscheidungen treffen – für zurückhaltende Charaktere gibt es bessere Plätze im beruflichen Leben als an der Unternehmensspitze.

Wenn sich Chefinnen und Chefs also nicht ständig zu allem und jedem äußern und insbesondere zu Fragen der Tagespolitik lieber den Mund halten, dann liegt das nicht an mangelndem Selbstbewusstsein oder gar Duckmäusertum. Es liegt vielmehr an einer richtig verstandenen Rollenverteilung. Es liegt an einem gelebten liberalen Weltbild.

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Und das geht so: Der Staat setzt den Rahmen, in dem Unternehmen agieren. Er lässt ihnen die Tariffreiheit, er mischt sich nicht in ihre Preisgestaltung ein, er macht ihnen keine Produktvorgaben. Umgekehrt halten sich Unternehmer zurück, wenn es um Flüchtlingsobergrenzen oder Menschenrechte in China geht.


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