E-Mobilität: Fake News machen den Diesel nicht sauberer

PremiumKommentarE-Mobilität: Fake News machen den Diesel nicht sauberer

02. September 2017
von Stefan Hajek

Politiker haben 14 Millionen Dieselfahrer als Wähler entdeckt. Sie wollen E-Mobilität diskreditieren – und bremsen die Zukunft aus.

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Mit dem Wahlkampf erhitzt sich die Debatte um der Deutschen liebstes Kind: das Auto.

Der Wahlkampf geht in die heiße Phase, und mit ihm erhitzt sich die Debatte um der Deutschen liebstes Kind, das Auto. Von einer „Hexenjagd“ auf den Verbrennungsmotor spricht CSU-Chef Horst Seehofer. Mit den Elektroautos sei man viel zu schnell vorgeprescht, sie hätten ja doch große Nachteile, der Dieselantrieb bleibe daher zukunftsträchtig, argumentieren auch Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD), CDU-Kanzlerin Angela Merkel, FDP-Boss Christian Lindner (FDP) – eine ganz große Dieselkoalition.

Wie bitte? Zu schnell? Es gibt ganze 50.000 E-Autos in Deutschland, von 45 Millionen Pkws. Das Ziel von einer Million E-Autos bis zum Jahr 2020 stammt aus dem Jahr 2009. Acht Jahre hatten Politik und Hersteller also Zeit, die Weichen so zu stellen, dass Deutschlands wichtigste Industrie zukunftsfähig bleibt. Stattdessen hat Kanzlerin Merkel regelmäßig für laxe Grenzwerte und Thermofenster lobbyiert, also für eine Technologie, deren Ende absehbar war. Die Hersteller warfen unterdessen ein spritfressendes SUV-Modell nach dem anderen auf den Markt: Die bringen satte Gewinne, während man an E-Autos (noch) nicht viel verdient.

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