Einblick

Schwaben an die Macht!

Der Preis einer zähen Regierungsbildung werden mitten in der Hochkonjunktur teure Kompromisse sein. Das wird sich in der nächsten Konjunkturflaute rächen.

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Was das Jamaika-Aus für die deutsche Wirtschaft bedeutet
Logo Made in Germany Quelle: dpa
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Schriftzug Solar von SMA Solar Quelle: dpa

In den Berliner Szene-Kiezen verachtet man sie regelrecht. Kaum jemand ist so unbeliebt wie sie. Die Schwaben sind das Lieblingsfeindbild hipper Hauptstädter. Sie gelten als spießig, geizig und als Mietpreistreiber, als böses Gesicht der Gentrifizierung. Der Makel Maultausche mobilisiert sogar die Politik. Um sich ein paar Stimmen von den gemobbten Zugezogenen zu verschaffen, forderte im vergangenen Wahlkampf um den Bundestag ein Politiker das Ende des Schwabenhasses – oder zumindest einen Waffenstillstand im Spätzlekrieg.

"Unser Land verträgt keinen Stillstand"
Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG
Christoph Schmidt, Vorsitzender des Sachverständigenrats (
Clemens Fuest, Präsident des ifo-Instituts Quelle: dpa
Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer Quelle: REUTERS
Thilo Brodtmann, VDMA-Hauptgeschäftsführer Quelle: VDMA
Gertrud Traud, Chefvolkswirtin der Landesbank Hessen-Thüringen Quelle: Presse
Matthias Wahl, Präsident des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) Quelle: PR

Tatsächlich bräuchte Berlin eher mehr als weniger vom Spirit der Süddeutschen. Dann käme auf Landesebene der Flughafen BER schneller – und auf Bundesebene die Regierung günstiger. Denn was sich dort gerade nach dem Jamaika-Beben anbahnt, dürfte als teuerstes Politikexperiment in die Geschichte Deutschlands eingehen. Das zähe Ringen um die künftige Führung der Nation findet ausgerechnet mitten in einer Hochkonjunktur statt. Schlechter könnte der Zeitpunkt nicht gewählt sein.

 
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