Lufthansa / Air Berlin: Carsten Spohr macht einen auf Josef Ackermann

PremiumkolumneEinblick: Spohr macht den Ackermann

17. August 2017
Kolumne von Hauke Reimer

Die Bundesregierung serviert der Lufthansa die besten Teile von Air Berlin. Mit Marktwirtschaft hat das nichts zu tun. Dafür werden wir noch bezahlen.

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Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, Carsten Spohr.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat Airlines aus den Golfstaaten immer wieder dafür kritisiert, dass sie ihre Expansion mit Staatsgeldern finanzieren. Lufthansa „war und bleibt ein Gegner staatlicher Subventionen“, sagte er in diesem Jahr in Abu Dhabi, und seinen Aktionären versicherte er auf der Hauptversammlung im Mai: „Wir brauchen keine Subventionen.“

Klingt fast wie Deutschbanker Josef Ackermann 2008: „Ich würde mich schämen, wenn wir in der Krise Staatsgeld annehmen würden.“ Direkt genommen hat Ackermann damals nichts. Aber die Staaten retteten mit anderen Geldinstituten auch die Deutsche Bank. Ackermann profitierte indirekt – so wie jetzt Spohr – von Steuergeld.

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150 Millionen Euro überweist der Bund an Air Berlin, deren jüngster Chef, ein ehemaliger Lufthansa-Mann, jetzt in aller Ruhe die Übergabe der besten Teile von Air Berlin an Lufthansa vorbereiten kann. Wettbewerber Ryanair tobt. Die Insolvenz sei inszeniert, um Lufthansa eine schuldenfreie Air Berlin zu servieren.


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