Familienpolitik: Beglückung der Mittelschicht

PremiumKommentarFamilienpolitik: Beglückung der Mittelschicht

31. März 2017
von Cordula Tutt

Union und SPD wollen im Bundestagswahlkampf wetteifern, wer Familien mehr verspricht. Kein gutes Zeichen.

Irgendwas für Kinder und Eltern, das findet jeder gut. Also machen sich die Volksparteien auf, möglichst viel Familie in ihre Versprechen zur Bundestagswahl im September zu packen. So ködert man Millionen Wähler: Mütter, Väter, Großeltern. Die jetzige große Koalition hat sich mit der Mütterrente und der Rente mit 63 bei älteren Wählern beliebt gemacht. Rente und Familienförderung – was die großen Parteien hier tun, hat mehr mit der Anerkennung für ein Lebensmodell zu tun als mit Sozialpolitik, die Missstände beseitigt und Chancen schafft.

Die Union, so hört man, will die Betreuung für Schulkinder ausbauen, im Hort und in Ganztagsschulen. Sie will Eltern flexiblere Arbeitszeiten ermöglichen und damit mehr Zeit für ihre Kinder. Als Wahlkampfschlager setzt die CDU zudem aufs Baukindergeld, eine Subvention, die, gestaffelt nach Kinderzahl, den Kauf einer Immobilie erleichtert. In Städten soll sie das Eigenheim erschwinglicher machen und auf dem Land die Abwanderung stoppen.

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