Gewerkschaften: Berlin streitet über die Betriebsratsgehälter

PremiumGewerkschaften: Berlin streitet über die Betriebsratsgehälter

10. Juli 2017
von Max Haerder, Christian Ramthun und Claudia Tödtmann

Die SPD wollte üppige Betriebsratsgehälter schnell noch vor der Wahl per Gesetz durchdrücken – vergeblich. Was dahintersteckt.

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Den Preis wert? VW-Betriebsrat Bernd Osterloh verdient wie mancher Manager.

Eine Dreiviertelmillion Euro wäre für die allermeisten Manager in Deutschland ein mehr als akzeptables Gehalt. Aber sind solche Dimensionen auch angemessen, wenn es um die Entlohnung von Betriebsräten geht – selbst wenn es sich um die Arbeit des mächtigen Betriebsratschefs Bernd Osterloh im weltumspannenden Konzern Volkswagen handelt? Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hatte da so ihre Zweifel – und nahm deshalb im Mai Ermittlungen bei Osterlohs Vorgesetzten auf. Wegen des Verdachts der Untreue.

Man muss diese Vorgeschichte erzählen – denn am 14. Juni, knapp einen Monat später also, trifft sich SPD-Arbeitsministerin Andrea Nahles gemeinsam mit den Chefs von IG Metall und Deutschem Gewerkschaftsbund mit Angela Merkel. Unter acht Augen geht es um ein besonderes Anliegen: Man müsste die Vergütung von Betriebsräten gesetzlich klarer regeln. Ganz grundsätzlich, natürlich. Und überhaupt: Man habe über dieses Thema ja bereits 2015 gesprochen. Merkel, so gehen die Erzählungen, signalisiert Zustimmung. Zuvor will sie aber erst ihre eigene Fraktion einbinden.

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