Koalitionen: Schwarz-Gelb kippt in NRW die Energiewende

Bundestagswahl 2017

PremiumKoalitionen: Schwarz-Gelb kippt in NRW die Energiewende

20. Juli 2017
von Marc Etzold, Angela Hennersdorf und Cordula Tutt

Strommanager fürchten ausgerechnet CDU und FDP. Denn das Bündnis wickelt die Energiewende ab - erst in NRW, dann im Bund?

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Weg mit dem Spargel: Schwarz-Gelb setzt in NRW auf Kohle statt Wind.

Andreas Pinkwart ist gerade erst ins Amt gekommen, aber er verfolgt bereits eine Mission. Er will unbedingt verhindern, dass die Strompreise in seinem Bundesland weiter steigen. Der FDP-Mann, seit ein paar Tagen Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, steht Anfang Juli im Bundesratsgebäude in Berlin. Fünf Seiten ist seine Rede lang, Pinkwart beschwört jeden einzelnen seiner Sätze, als diktierte er sie einem Mitarbeiter im nahen Bundeskanzleramt. Der Wirtschaftswissenschaftler spricht über die Energiewende und deren Auswüchse. Er will mehr Markt und weniger Subventionen. Die Energiewenden von Gerhard Schröder (SPD) bis Angela Merkel (CDU) hält er für falsch. Pinkwart würde sie am liebsten abwickeln. Und bringt mit seinen Ideen für eine neuerliche Wende Energiemanager gegen sich auf.

Tatsächlich ist die Situation beinahe komisch. Eine schwarz-gelbe Regierung, die Konzernen Sorge bereitet, und ein FDP-Minister, der zum Schrecken der Wirtschaft taugt – wann hat es das zuletzt gegeben?

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