Leerverkäufe: Wir brauchen die Aasgeier

PremiumKommentarLeerverkäufe: Wir brauchen die Aasgeier

08. April 2017
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Händler stoßen in Frankfurt am Main im Handelssaal der Börse an.

von Hauke Reimer

Leerverkäufer, sofern sie ehrlich vorgehen, sind nützlich. Sie verhindern Übertreibungen und decken Betrügereien auf.

Die Kurse sind oben, manche Aktie ist überbewertet, und so kommen sie angeflogen, die Leerverkäufer – Spekulanten, die an fallenden Kursen verdienen wollen. Sie stürzten sich auf den Werber Ströer, nahmen sich den Zahlungsdienstleister Wirecard vor, zuletzt die Holding Aurelius. Und schon ertönt er reflexartig, der Ruf nach dem Staat, der Leerverkäufe verbieten möge. Unternehmen müssten geschützt werden vor den ruchlosen Aasgeiern, die vom Elend anderer profitieren.

Man muss sie nicht mögen, aber die Börse braucht sie. Leerverkäufer – „Shortseller“ im Börsenjargon – helfen, Übertreibungen zu korrigieren und Betrug aufzudecken. Hätte es früher hierzulande mehr gegeben, wäre uns...


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