Liberalismus: Alle(s) liberal, oder was?

PremiumKommentarLiberalismus: Alle(s) liberal, oder was?

23. März 2017
von Malte Fischer

Liberalismus ist im Grunde eine gute Sache, aber der Begriff "liberal" wird zusehends von falschen Freunden verwendet oder gar missbraucht. Wer das Ideal der Freiheit verteidigen möchte, muss differenzieren.

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Wenn ich das Wort liberal höre, zucke ich jedes Mal zusammen. Nicht, weil ich etwas gegen den Liberalismus hätte. Im Gegenteil. Die Idee der Freiheit und des Privateigentums, die dem Liberalismus zugrunde liegt, hat die Menschheit vor 250 Jahren aus der Armut befreit und die Initialzündung für eine bis dahin unvorstellbare Wohlstandsexplosion gegeben, die in der industriellen Revolution ihre materielle Basis hatte. Ohne die Idee von Freiheit, Eigentum und Leben als naturgegebenen Rechten der Menschen wäre die globale Wohlstandsmehrung nicht möglich gewesen.

Doch der „fantastisch erfolgreiche Liberalismus“ (so die große amerikanische Liberale Deirdre McCloskey) hat sich im Verlauf der Geschichte immer stärker mit falschen Freunden umgeben. Oder besser gesagt: Es haben sich falsche Freunde zu ihm gesellt, die sich seiner Rhetorik bemächtigt und diese ins Gegenteil verkehrt haben.

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