PremiumKommentarMartin Schulz: Ganz Schulz statt halber Merkel

21. Juli 2017
von Max Haerder

Sein Wahlprogramm allein wird Martin Schulz nicht retten, mehr Mut und Kreativität vielleicht schon.

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Sein Wahlprogramm allein wird Martin Schulz nicht retten.

Mitleid ist keine politische Kategorie. Dass einem Martin Schulz trotzdem so langsam leidtut – das sagt eigentlich alles. Der SPD-Chef und Kanzlerkandidat kann kaum noch verbergen, wie viel Kraft es ihn mittlerweile kostet, kraftvoll zu erscheinen. Und wie viel Willenskraft er aufbringen muss, um jederzeit den Willen zur Macht zu demonstrieren, den man von einem Menschen verlangen darf, der die Bundesrepublik regieren möchte. Schulz ist ein Wahlkampfritter von der traurigen Gestalt.

Und das, obwohl er in den vergangenen Tagen sogar einiges richtig und wenig falsch gemacht hat. Er hat auf einer Sommertour überall im Land Präsenz und Interesse gezeigt. Er hat Kanzlerin Angela Merkel attackiert und sein Wahlprogramm zugespitzt. Er war gerade erst bei Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und wird nächste Woche bei Italiens Premier außenpolitische Kante zeigen. Wer wissen will, woran er bei Schulz innen- wie außenpolitisch ist, der weiß es jetzt.

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