Regierungsbildung Bleibt alles anders

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Im Fall von Neuwahlen dürften Sozialdemokraten und Liberale ihre Lust auf Opposition noch sehr bereuen. Warnungen eines erfahrenen Wahlkämpfers.

Frank Stauss, der Geschäftsführer der Kommunikationsagentur BUTTER BERLIN. Quelle: Werner Schuering für WirtschaftsWoche

In bisher gut 30 Wahlkämpfen habe ich viel über die zunehmend volatile Wählerschaft gelernt. Wenn sich gesellschaftlich vieles rasant verändert, ist nichts mehr sicher. Höre ich von fast allen politischen Akteuren, dass sie überhaupt keine Angst vor Neuwahlen zu haben bräuchten, erscheint mir das mutig.

Unter den von mir betreuten Wahlkämpfen waren bisher vier vorgezogene Neuwahlen. 2001 stürzte Klaus Wowereit (SPD) aus der Position des Juniorpartners mithilfe von Grünen und PDS den langjährigen Regierenden Eberhard Diepgen (CDU). Dieser trat nicht mehr an, die CDU verlor über 17 Prozent. Seither stellt die SPD den Regierenden Bürgermeister.

2005 führte Bundeskanzler Gerhard Schröder Neuwahlen herbei. In den zwölf Wochen des Wahlkampfes sanken CDU/CSU mit der Spitzenkandidatin Angela Merkel von 49 Prozent in den Umfragen (so Forsa noch am 22. Juni 2005) auf 35,2 Prozent am Wahltag. Die SPD hingegen stieg von 26 auf 34,2 Prozent.

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