Rettet das Bargeld!: Die Abschaffung wäre barer Unsinn

PremiumRettet das Bargeld!: Die Abschaffung wäre barer Unsinn

12. Februar 2016
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Die Abschaffung des Bargelds gefährdet Freiheit und Wohlstand.

von Malte Fischer, Sebastian Kirsch und Mark Fehr

Politik und Notenbanken haben dem Bargeld den Kampf angesagt. Dagegen sollten wir uns wehren - für unsere Freiheit und Privatsphäre.

Auf das Treffen mit seinen Notenbankkollegen in vier Wochen muss sich Mario Draghi, der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), diesmal besonders gut vorbereiten. Denn im obersten Entscheidungsgremium der Euro-Hüter sind heftige Diskussionen vorgezeichnet. Nicht nur die Frage, ob man den Zinssatz für die Einlagen der Banken bei der EZB weiter in den Minusbereich drücken soll, dürfte Kontroversen auslösen. Auch der 500-Euro-Schein, die höchste Banknote der Gemeinschaftswährung, steht zur Disposition. Draghi will den Schein aus dem Verkehr ziehen. Bundesbank-Chef Jens Weidmann hat bereits Widerstand angekündigt. Das Vorhaben Draghis sorgt auch in der Öffentlichkeit für Aufregung. Ebenso wie die Pläne von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, Barzahlungen in Deutschland künftig auf 5000 Euro zu begrenzen. Beide Vorschläge zusammen entfalten eine enorme öffentliche Wirkung. Zusammengenommen wirken sie, als bliesen Politik und Notenbanken zum Angriff auf die Existenz des Bargeldes. Entsprechend groß ist die Aufregung in Öffentlichkeit und Teilen von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.
Die Auswirkungen einer solchen globalen Allianz zur Begrenzung von Münzen und Scheinen, unter dem Deckmäntelchen des Kampfes gegen Terror und organisierte Kriminalität, sind in der Tat immens. Die Beschränkung des Bargelds ist nur Vehikel für ein ganz anderes Ziel: Die Notenbanken wollen die Zinsen auf breiter Front unter null Prozent drücken, um die Schuldenlast der Staaten zu senken. Weil das Bargeld dem Marsch in die Negativzinswelt im Weg steht, soll es verschwinden.
Ohne Bares aber verschwindet der Schutz der Bürger vor Bankenkrisen, Negativzinsen und den neugierigen Blicken der Behörden. Gemeinsam mit der WirtschaftsWoche appellieren daher Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Unternehmen und Kultur: Rettet das Bargeld! Denn es schützt unsere Freiheit und unseren Wohlstand. Neben dem Willen der Mehrheit der Deutschen haben sie vor allem die ökonomische Vernunft auf ihrer Seite.
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7 Kommentare zu Rettet das Bargeld!: Die Abschaffung wäre barer Unsinn

  • "Bundesbank-Chef Jens Weidmann hat bereits Widerstand angekündigt." Auch diesmal wird Weidmann nichts erreichen! Ist er überhaupt in dieser Sitzung stimmberechtigt oder ist er aufgrund des geltenden Rotationsprinzips ausgeschlossen? Das im EZB-Rat geltende Stimmrecht (ein Land eine Stimme) ist im Hinblick auf die unterschiedliche Haftung der Länder ohnehin absoluter Schwachsinn.

  • TTIP, Geldflut, Flüchtlinge und jetzt Bargeld - Eines muss man der Politik ja lassen: Die strengen sich echt an, das Vertrauen der Bevölkerung zu verspielen und die AfD zu pushen. Würde die zwar trotzdem nicht wählen, aber es war glaube selten so einfach für Protestparteien, Stimmen zu bekommen.

  • Dann wählen Sie halt weiter Blockparteiendiktatur CDUCSUSPDLINKEGRÜNE.

    Erkannt haben Sie das Problem, aber keine Lösung verschärft das ganze zum totaltärsten Unrechtsstaat aller Zeiten, der nicht erst nach ein paar Jahren zu Ende ist.

    In ein paar Jahren sind die Biodeutschen in der Minderheit nach den LT und BTagswahlen kommt der Familiennachzug der illegalen Einwanderer in das noch bestehende Sozialsystem. Ungeheuere Steuern, die sich noch niemand vorstellen kann, sind die Folge. Einfach mal "Back to Mesopotamia" des Bundesfinazministeriums googeln. Das ist aber erst der Anfang.
    Meinungsfreiheit? Gibt es dann nicht mal mehr in Spurenelementenbereich.

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