Schlusswort: Gerhard Schröder schadet der SPD

PremiumkolumneSchlusswort: Gerhard Schröder schadet der SPD

25. August 2017
Kolumne von Miriam Meckel

Gerhard, der Schreckliche: Der Rosneft-Job des Exkanzlers Schröder geht nicht. Ein Wechsel in die Wirtschaft muss aber möglich sein.

Andreas Scheuer Altkanzler Schröder ist ein „russischer Söldner“

Ex-Kanzler Schröder soll Aufsichtsrat beim russischen Energiekonzern Rosneft werden. Kritik gibt es dafür von vielen Seiten. Besonders angriffsfreudig ist CSU-Generalsekretär Scheuer.

Andreas Scheuer: Altkanzler Schröder ist ein „russischen Söldner“ Quelle: dpa

Wie Gift aus dem Tropf sickert der wohl zukünftige Aufsichtsratsjob von Exbundeskanzler Gerhard Schröder seit Tagen in den Wahlkampf der SPD. Er verätzt gnadenlos jede zarte Wurzel einer keimenden Hoffnung auf bessere Umfragewerte. Natürlich gehört es auch in die Kategorie Wahlkampf, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel nun sagt, sie finde „was Herr Schröder macht, nicht in Ordnung“. Aber es ist mehr.

Die finanziellen Liebesgrüße aus Russland vergiften auch das allemal angespannte Verhältnis zwischen Wirtschafts- und Politikjobs in Deutschland. „Ich beabsichtige keine Posten in der Wirtschaft, wenn ich nicht mehr Bundeskanzlerin bin“, hat Merkel also gleich mal hinzugefügt.

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Das ist schade. Denn grundsätzlich können Politik und Wirtschaft von mehr Sachverstand der jeweils anderen Seite profitieren. In den USA ist der Jobwechsel zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft der Normalfall. Der ehemalige US-Finanzminister Larry Summers war zuvor Chefökonom der Weltbank und ist jetzt wieder Wirtschaftsprofessor in Harvard, der Universität, die er zuvor schon geleitet hatte.


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