Sigmar Gabriel "Menschen finden kein Gehör"

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Wer zahlt die Kosten der Flüchtlingspolitik?

Bundeswirtschaftsminister und SPD-Parteivorsitzender, Sigmar Gabriel, im Interview mit WirtschaftsWoche. Quelle: dpa

WirtschaftsWoche: Herr Gabriel, die Bundeskanzlerin sagte gerade, die „Zeit des Durchwinkens“ von Flüchtlingen sei vorbei, und es gäbe kein Recht auf Asyl in einem Wunschland. Ist das der Abschied von „Wir schaffen das“?
In Wahrheit ist doch schon lange klar, dass auch das starke Deutschland nicht jedes Jahr eine Million Flüchtlinge aufnehmen und gut integrieren kann. Leider steht Deutschland total isoliert in Europa da.
Glauben Sie noch an eine europäische Lösung?
Jedenfalls nicht an eine, an der sich alle 28 Staaten beteiligen. Ich wäre schon froh, wenn zumindest einige Mitgliedstaaten sich bereit erklärten, Flüchtlingskontingente zu übernehmen. Denn ohne diese Zusicherung wird die Türkei weder bei der Grenzsicherung und der Bekämpfung der Menschenhändler mitmachen noch ein Rücknahmeabkommen für nach Griechenland eingereiste Flüchtlinge abschließen.

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Wie groß müsste ein deutsches Kontingent sein? Eine halbe Million Flüchtlinge?

 
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