Start-ups: Dabei sein ist teuer

PremiumStart-ups: Dabei sein ist teuer

22. August 2017
von Christian Schlesiger und Karin Finkenzeller

Die Bundesregierung fördert mit viel Eifer – und noch mehr Geld – Gründer. Mehr Mut zur Liberalisierung würde sich weit besser rechnen.

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Zukunft im Blick: Wirtschaftsministerin Zypries hat Geldtöpfe üppig gefüllt.

Ein USA-Besuch ist in diesen Donald-Trump-Tagen kein Vergnügen, das merkt auch Brigitte Zypries. Seit dem frühen Morgen jagt die Bundeswirtschaftsministerin ihren Terminen hinterher, eigentlich geht es immer nur um Zoff und Ärger, um mögliche Handelsschranken, die leidige Debatte über „America first“. Aber an diesem frühen Abend in Boston ist Zypries ganz bei sich, endlich geht es einmal nicht um Auto oder Stahl, die ganze Old Economy. Kellner servieren Craft Beer und Miniburger inmitten von 80 jungen Leuten in lässiger Kleidung, sie alle bauen neue Unternehmen in der Gesundheitsbranche auf. Deutsche Unternehmen, die auf den US-Markt schielen. Zypries strahlt, während sie einen Schluck aus der Pulle nimmt. Sie ist jetzt nicht mehr nur Ministerin, sie ist jetzt auch Jüngerin. „Wir wollen deutsche Start-ups groß machen“, sagt die SPD-Frau feierlich und: „Wir hoffen natürlich, dass sie zurück nach Europa kommen.“


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