Wohnungsbau in Deutschland Keiner braucht Viertel für Superverdiener

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Michael Zahn, 54, ist seit 2008 Vorstandsvorsitzender des Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen. Quelle: PR

Die Politik sollte steigende Mieten nicht mit der Keule des Gesetzes bekämpfen. Was wir brauchen, ist eine Renaissance des smarten Städtebaus, bei der alle mit anpacken.

Schon vor der Wahl waren sich alle Parteien wenigstens in einem einig: dass mehr Wohnungen entstehen müssen. Sollte es zu einer Neuauflage der großen Koalition kommen, besteht allerdings die Gefahr, dass Regulierung – etwa durch eine verschärfte Mietpreisbremse – wieder Vorfahrt erhält. Dabei wäre es angesichts der günstigen wirtschaftlichen Lage und der hervorragenden Verfügbarkeit von Kapital der richtige Moment, sich Gedanken über Zukunftsquartiere zu machen.

Die attraktiven Städte der Republik wie Hamburg, München oder Berlin brauchen neue Mietwohnungen. Für den Bau dieser neuen Quartiere stehen neben kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsbaugesellschaften inzwischen auch private Bauherren bereit. Sie erhalten das nötige Kapital derzeit relativ einfach – etwa durch internationale Geldgeber, die auf den deutschen Wohnungsmarkt drängen. Trotz Knappheit in lokalen Wohnungsmärkten und einer teilweise aufgeregten öffentlichen Diskussion sind wir eigentlich in einer sehr komfortablen Situation: Alle wollen bauen, die Mittel sind da und die Nachfrage sowieso.

 
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