42 Milliarden Pfund bekam Großbritannien von der Europäischen Investitionsbank im vergangenen Jahrzehnt. Darauf wollen die Briten trotz Brexit nicht verzichten.

PremiumBrexit: Briten hängen an EU-Geldern und -Behörden

31. August 2017
von Silke Wettach

Je länger die Briten mit der EU über den Brexit verhandeln, desto deutlicher wird, dass sie auch nach ihrem Austritt von den Vorteilen der EU profitieren wollen. Die Briten schätzen EU-Institutionen wie EIB und Euratom.

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Wieder rein? Überraschende Zuneigung gegenüber EU-Institutionen.

Konkret wollen die Briten nicht die Mitgliedschaft in Institutionen aufgeben, von denen sie sich einen Nutzen versprechen. „Die Briten wollen in der Europäischen Investitionsbank (EIB) und der Atomgemeinschaft Euroatom bleiben“, heißt es in Verhandlungskreisen in Brüssel. „Sie sagen es nicht offen, aber es klingt deutlich durch.“

Die EIB spielt bei Investitionen in sozialen Wohnungsbau, Bildung und Infrastruktur in Großbritannien eine Schlüsselrolle, da das Land als einziger EU-Staat über keine öffentliche Förderbank im Stil der deutschen KfW verfügt. 2016 hat die EIB 5,5 Milliarden Pfund an Krediten für Großbritannien bereitgestellt, im vergangenen Jahrzehnt waren es über 42 Milliarden Pfund. Die EIB hat über den Europäischen Investitionsfonds, deren Hauptanteilseigner sie ist, außerdem Risikokapital für kleinere Unternehmen in Großbritannien bereitgestellt. Britische Risikofinanziers beklagen bereits, dass sie seit dem Brexit-Referendum von dieser Finanzquelle abgeschnitten sind.

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