Brexit Briten hängen an EU-Geldern und -Behörden

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Je länger die Briten mit der EU über den Brexit verhandeln, desto deutlicher wird, dass sie auch nach ihrem Austritt von den Vorteilen der EU profitieren wollen. Die Briten schätzen EU-Institutionen wie EIB und Euratom.

Jemand trägt eine britische Flagge. Quelle: REUTERS

Konkret wollen die Briten nicht die Mitgliedschaft in Institutionen aufgeben, von denen sie sich einen Nutzen versprechen. „Die Briten wollen in der Europäischen Investitionsbank (EIB) und der Atomgemeinschaft Euroatom bleiben“, heißt es in Verhandlungskreisen in Brüssel. „Sie sagen es nicht offen, aber es klingt deutlich durch.“

Die EIB spielt bei Investitionen in sozialen Wohnungsbau, Bildung und Infrastruktur in Großbritannien eine Schlüsselrolle, da das Land als einziger EU-Staat über keine öffentliche Förderbank im Stil der deutschen KfW verfügt. 2016 hat die EIB 5,5 Milliarden Pfund an Krediten für Großbritannien bereitgestellt, im vergangenen Jahrzehnt waren es über 42 Milliarden Pfund. Die EIB hat über den Europäischen Investitionsfonds, deren Hauptanteilseigner sie ist, außerdem Risikokapital für kleinere Unternehmen in Großbritannien bereitgestellt. Britische Risikofinanziers beklagen bereits, dass sie seit dem Brexit-Referendum von dieser Finanzquelle abgeschnitten sind.

 
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